Die dreistündigen Verhandlungen, an denen zehn von elf Mitgliederstaaten teilnahmen, fanden hinter verschlossenen Türen statt. Das Opec-Gründungsmitglied Irak war am Wiener Verhandlungstisch nicht vertreten. Das künftige Ölangebot des Irak, der über die weltweit drittgrößten Reserven verfügt, bereitet den übrigen Opec-Mitgliedern weiteres Kopfzerbrechen.
Die Opec produziere derzeit zwei Millionen Barrel über der alten Quote, betonte Opec-Präsident Abdullah bin Hamad el Attijah.
Dies drückt auf die Preise: Im Vorfeld der Opec-Sonderkonferenz war der Preis für Öl des Kartells deutlich von 26,24 auf 25,14 Dollar gefallen. Im März hatte der Preis pro Barrel zeitweise noch 33 Dollar betragen.
Ohne ein günstiges Investitionsklima, klare rechtliche Rahmenbedingungen und ein besseres Transportnetz wird die irakische Ölindustrie nicht auf die Beine kommen. Vor diesem Hintergrund sieht HWWA-Experte Matthies noch keine Anzeichen, dass irakisches Öl in absehbarer Zeit die Weltmärkte überschwemmen und damit den Preis kräftig drücken könnte.
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