Archiv für die Kategorie „Information“

Die neue Kolonialisierungswirtschaft

Dienstag, 10. Februar 2009

Wie Hintergrund.de heute berichtet wird es immer wahrscheinlicher, dass der Rohstoff Nahrung bzw. Agrarfläche früher oder später zu einem immer wichtigerem Grund für Kämpfe werden. Ebenso wird aufgezeigt dass diese Kampf unlängst begonnen hat und nicht nur von Staaten sondern auch von diversen Unternehmen bestritten wird.
Hier zählt keine Grenze mehr sondern nur noch das Geld. Es geht um Kauf von Agrarland durch reiche Staaten, in denen eben dieses Agrarland nicht(mehr) zur Verfügung steht. Jetzt ist es aber so dass von Spekulanten Nahrung immermehr als “das Gold künftiger Zeiten” gesehen wird. Mit Slogans wie „Investieren Sie in Korn! Kaufen Sie Land!“ wird dieses Geschäft schon propagandiert. Hintergrund.de liefert einen Auszug:

“Der US-Milliardär George Soros setzt derweil auf Agrartreibstoffe und hat Landflächen in Argentinien erworben. Eine schwedische Unternehmensgruppe hat eine halbe Million Hektar in Russland gekauft und der russische Hedge-Fonds Renaissance Capital 300.000 Hektar in der Ukraine. Die britische Landkom erstand 100.000 Hektar Agrarland in der Ukraine, während sich das US-Bankhaus Morgan Stanley und die agroindustrielle Louis-Dreyfus-Gruppe aus Frankreich mit zehntausenden Hektar in Brasilien eindeckten. ….. An der Spitze dieser Gruppe [der kaufenden Staaten] steht Südkorea mit 2.306.000 Hektar Bodeneigentum im Ausland. Es folgen China (2,09 Millionen), Saudi Arabien (1,61 Millionen), die Vereinigten Arabischen Emirate (1,28 Millionen) und Japan (324.000 Hektar).”

Das China in der Liste soweit vorne steht ist nicht nur mit den 1,4Mrd. Chinesen, die ernährt werden wollen zu erklären, sondern auch im Handeln der Regierung. So wurden die fruchtbaren Regionen des Landes durch Urbanisierung zerstört. Weitere Anbauflächen in China fallen der Desertifikation (Wüstenausbreitung) zum Opfer. Auch hier ist die Schuld bei den Bauern und der Regierung selbst zu suchen.
Mit dem Aufkauf vorallem in Afrika exportiert China z.T. gleichzeitig die Arbeiter zur Bestellung des Ackerlandes direkt mit und tut den etwaigen Ländern keinen Gefallen.
Südkoreas größter Landeinkäufer ist die Unternehmensgruppe Daewoo Logistics, die auf Madagascar vom amtierenden Präsidenten Marc Ravalomanana knapp die Hälfte, des dort vorhanden fruchtbaren Bodens gekauft hat.
Laut Hintergrund ist Benetton ebenso einer der größten Nutznießer dieser Form der Geschäfte. Benetton besitzt knapp 900 000 Hektar Land in Argentinien und ist auch dadurch zu einem der größten Wollproduzenten weltweit aufgestiegen. Neben Benetton sei Douglas Thompkins mit 200 000 Hektar auch einer der größeren Gewinner des Geschäfts, obwohl sehr viel weniger Land liegt sein Land dennoch sehr gut an wichtigen Süßwasserreserven.
Ein weiterer gefährlicher Trend ist die Umwälzung von Tropenwäldern in Palmenfelder die zehn bis fünfzehn mal mehr Gewinn einbringen.
Was bedeutet das für die Zukunft? Da die Länder quasi neue Kolonialpolitik betreiben wird es in den betroffenen Ländern zu großer Unmut bei der Bevölkerung kommen, das fängt mit der Enteignung von Kleinproduzenten an und geht weiter bis hin zum Aussaugen der Länder die ihr Agrarland verkauft haben.
Ich möchte hier mit dem Fazit Ignatio Ramonets auch mein Fazit ziehen:

“Der neue Agrarkolonialismus raubt den Bauern ihre Arbeit und schürt „das Risiko der Verelendung, von extremen sozialen Spannungen und Aufruhr“. Die Landfrage ist ein sehr sensibles Thema. Sie hat immer Emotionen geschürt. Sie ist Teil der Identität von Völkern. Sich an diesem Symbol zu vergehen, könnte böse enden.”

Quelle:  Der neue Agrarkolonialismus

Krieg im Iraq verteuert Spritpreis

Mittwoch, 4. Februar 2009

Die dreistündigen Verhandlungen, an denen zehn von elf Mitgliederstaaten teilnahmen, fanden hinter verschlossenen Türen statt. Das Opec-Gründungsmitglied Irak war am Wiener Verhandlungstisch nicht vertreten. Das künftige Ölangebot des Irak, der über die weltweit drittgrößten Reserven verfügt, bereitet den übrigen Opec-Mitgliedern weiteres Kopfzerbrechen.

Die Opec produziere derzeit zwei Millionen Barrel über der alten Quote, betonte Opec-Präsident Abdullah bin Hamad el Attijah.
Dies drückt auf die Preise: Im Vorfeld der Opec-Sonderkonferenz war der Preis für Öl des Kartells deutlich von 26,24 auf 25,14 Dollar gefallen. Im März hatte der Preis pro Barrel zeitweise noch 33 Dollar betragen.

Ohne ein günstiges Investitionsklima, klare rechtliche Rahmenbedingungen und ein besseres Transportnetz wird die irakische Ölindustrie nicht auf die Beine kommen. Vor diesem Hintergrund sieht HWWA-Experte Matthies noch keine Anzeichen, dass irakisches Öl in absehbarer Zeit die Weltmärkte überschwemmen und damit den Preis kräftig drücken könnte.

Quellen:

opec: Der Hahn wird wieder zugedreht

Oil prices rise as OPEC cuts output

Die EU, der Knast der Nationen

Dienstag, 3. Februar 2009

Der Chef der Britischen United Kingdom Independence Party, Nigel Farage, nennt die EU angesichts der aktuellen Fremdarbeiterkriese ein “Gefängnis der Nationen”.

«Wir haben unsere Rechte abgegeben, als wir dem Gefängnis der ( / fuer) Nationen, das EU heisst, beigetreten sind»

Im Original:

“The government, ACAS, the unions, thousands upon thousands of angry workers are all entirely impotent. This is European Union law and it’s been confirmed by the European Court of Justice in two separate cases, Laval and Viking.

“It doesn’t matter how many meetings are held, how much or how loud anyone shouts, there’s nothing anyone in this country can do. We signed away our rights when we joined this prison of nations that is the EU.

“The only way we can run our economy, run our country, the way we want to is by leaving the European Union and being free and independent once again. British jobs for British workers will only happen when Britain is run by and for Britons.”

Quelle:
ukip.org: Foreign workers – it’s all about EU laws

Weitere Berichterstattung:
Tagesanzeiger.ch: Wie ein Spuk: Britische Jobs für ausländische Arbeiter
A-SuR: Nein zu der Ausdehnung der Personenfreizügigkeit

Nicht nur im United Kingdom entlaed sich die angestaute Wut auf die regierenden Systeme:
Thumb

Nachtrag:
Der Tschechische Praesident vergleicht die Europaeische Union mit dem totalitaeren Regime der Sowietischen Union:

In his attack, delivered at the European Parliament in Brussels, he branded the EU an undemocratic and elitist project comparable to Soviet dictatorships that forbade free thought.


‘Supporters of European integration are just like communists of the Soviet-era’, says Czech President